Dienstag, 15. August 2017

Somerton Court ~ Leila Rasheed

Die heute Rezension ist zu dem ersten Teil einer Buchtrilogie. Teil 1: Die Rückkehr nach Somerton Court
Das Buch habe ich auf dem Bücherregal meiner Oma gefunden und dachte, dass es mich interessieren könnte und habe später herausgefunden, dass es auch offiziell zum Young Adult Genre zählt. Für alle Downton Abbey Fans ist ein tolles Buch, um wieder in die Zeit und Welt einzutauchen.

Zum Inhalt:

England 1912. Nach einem Aufenthalt in Indien und einem politischen Skandal um Lord Westlake kehrt Familie Averley nach Somerton Court zurück. Um die Existenz von Somerton Court sichern zu können heiratet er Fiona, nun Lady Westlake. Doch zwei der Töchter müssen in diesem Jahr bei Gesellschaft eingeführt werden und bei dem einen Skandal in Indien wird es nicht bleiben, denn Ada, die ältere Tochter von Lord Westlake hat ihre eigenen Interessen. Ravi und Ada scheinen sich nicht abgeneigt, aber einfach ist es nicht. Aber Ravi ist ein Inder und keine gute Partie für Ada, sodass sie nicht nur ihr Leben, wie sie es kannte, sondern auch das ihrer Familie aufs Spiel setzt, wenn sie die falsche Partie macht.

Zu meiner Meinung:

Die Geschichte hinter dem Buch war nett und echt süß. Das Buch war unglaublich schnell zu lesen und der Schreibstil sehr leicht. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich die Trilogie beenden werden, weil man viel in diesem Buch bereits von Anfang an voraussagen konnte und es somit dem Leser nicht zum weiterlesen "gezwungen" hat. Obwohl sie 35/36 Jahre alt war, als Somerton Court erschien, hatte ich persönlich das Gefühl, dass ihr etwas Erfahrung fehlt. Die Idee selbst war gut, auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, aber an der Ausführung hat es gehapert. Man freut sich zwar, wenn kleine Hinweise eingestreut werden, aber hier waren sie nicht versteckt und sehr direkt. Ich hätte mich mehr gefreut, wenn mal etwas passiert wäre, was man vorher überhaupt nicht ahnen konnte. Dieser Punkt ist aber soweit mein einziger Kritikpunkt und ich mochte das Buch trotzdem. Da ich absoluter Downton Abbey Fan bin und wie alle nach dem Ende der Serie mehr von dieser Welt haben wollte, war dieses Buch eine gute Wahl. Die Personen und das persönliche Umfeld ist durch den Indien-Einfluss dennoch anders, als Downton. Dies ist in keinster Weise ein negativer Kritikpunkt. Wenn man Downton kennt, vergleicht man automatisch und das Buch war zum Glück kein Downton Abklatsch, sondern eine sehr süße Geschichte mit einem wirklich schönen Handlungsort.

Viel Spaß beim Lesen
Eure Bücherdiebe

Eckdaten:

Sterne: ***,5/*****
Link: Fischer Verlag, Amazon
Preis: 9,99 (Taschenbuch)
Seiten: 381
ISBN: 978-3-596-19689-0

Donnerstag, 10. August 2017

Herzklopfen auf Französisch ~ Stephanie Perkins

Nach einer Weile wieder eine Rezension, und zwar zu dem Roman "Herzklopfen auf Französisch".

Zum Inhalt:

Anna wird von ihren Eltern gegen ihren Willen nach Paris auf ein Internat geschickt. Sie weiß, dass sich normalerweise jedes Mädchen ihres Alters darüber freuen würde, aber sie wurde nicht einmal gefragt. Dazu kommt noch ihre vollkommene Unkenntnis gegenüber der Landessprache. Da ihr nichts anderes übrig bleibt richtet sie sich im Internatsszimmer ein und trifft direkt am ersten Tag Meredith. Sie freunden sich an und so wird Anna direkt Teil der mit ihr jetzt fünfköpfigen Freundesgruppe. Obwohl sie in der Stadt der Liebe gelandet ist, so läuft in Liebessachen bei ihr und ihrem Umfeld nicht alles so gut, wie es sollte. Da ist ihre High School Liebe, die sie in Atlanta zurücklassen musste, Dave, der versucht ihre Aufmerksamkeit zu erregen und der umwerfende Étienne St. Clair, der ihr zwar sofort ins Auge springt, leider aber eine Freundin auf dem lokalen College hat.

Schreibstil:

Da ich das Buch als englisches Hörbuch gehört habe, kann ich zwar nicht so viel zu der Deutschen Übersetzung sagen, aber auf Englisch hat mir der Schreibstil sehr gut gefallen. Der Schreibstil war sehr flüssig und man konnte gut folgen und das Buch war so lockerleicht geschrieben, wie es die Liebesgeschichte erforderte.

Meine Meinung:

Der Inhalt hat mir im Allgemeinen gut gefallen, auch wenn einige Details zu viel oder fehl am Platz waren. Die Liebesgeschichte (,die den Großteil des Buches ausmachte) war echt süß und mit süßen Pariser Details gespickt. Trotzdem: Der Ausgang der Geschichte war vorauszuahnen und für meinen Geschmack war es zum Ende hin ein bisschen sehr viel hin und her. Das Katz und Maus Spiel hat am Anfang Spaß gemacht und zum Ende hin, wirkte das klammerhafte Verhalten von Étienne zu aufgesetzt für meinen Geschmack. Auch Dave war mir ein bisschen zu viel, wenn man Annas Gefühle ihm gegenüber berücksichtigt. Ein anderes Detail, was mir sehr gut gefallen hat, ist der Fakt, dass die Namen der Personen der Reihe bereits erwähnt wurden (Lola und Isla). Die Geschichte von ihnen wird zwar nicht weiter ausgeführt, aber man bekommt schon Lust mehr zu lesen (Lola and the Boy next door/ Isla and the happily ever after bzw Schmetterlinge im Gepäck / Rendezvous in Paris).
Trotz der aufgeführten und eigentlich eher irrelevanten Kritikpunkte hat mir das Buch sehr gut gefallen.

Eure Bücherdiebe

Eckdaten:
Sterne: ****/*****
Verlag: cbj (randomhouse)
Link: Randomhouse, Amazon
Preis: 8,99€ (Taschenbuch)
ISBN: 978-3-570-40220-7

Sonntag, 9. Juli 2017

Girl online ~ Zoe Sugg, Siobhan Curham

Das Buch wurde, als es erschien schon sehr kritisch beäugt. Ich habe eine Weile gewartet es zu lesen und hatte aufgrund der vielen negativen Rezensionen, die ich zu dem Buch kannte auch keine Erwartungen an das Buch.


Zum Inhalt:
Penny ist der Tolpatsch Nummer eins in Brighton und eine internationale Katastrophe wie es sich herausstellt. Um sich einen Wohlfühlort zu schaffen, nachdem sie erfolglos versucht hat Tagebuch zu schreiben, beschließt Penny einen Anonymen Blog zu schreiben. Natürlich schreibt sie, wie der Buchtitel verät unter dem Namen Girl online und mit der Zeit wächst ihr Blog relativ stark. Ihre Mutter hat ein Hochzeitsplannungsgeschäft in den Lanes und bekommt einen Job in New York angeboten. Doch ohne ihren besten Freund Elliot kann sie nicht fliegen, den seit einem Autounfall bekommt sie immer öfter Panikattacken. So kommen die Eltern auf die Idee, bis Weihnachten Elliot mit nach New York zu nehmen. Im Waldorf Astoria angekommen beginnen für Penny die aufregendsten Weihnachtsferien ihres Lebens, denn sie lernt Noah kennen. Doch immer wieder tauchen ihre alte Schulfreundin Megan und ihre Schwärmerei Ollie auf der Bildfläche auf und gestalten ihr Leben schwieriger, als gedacht.

Das Cover:
Normalerweise sage ich nichts zum Cover, aber da ich selber zu der Zeit, an der das Buch erschienen ist mit der Youtuberin Zoella auf dem laufenden war, weiß ich, dass auf den Länder-ausgaben der Bücher jeweils andere Polaroidbilder abgedruckt sind und teilweise sogar von Zoella-fans Bilder abgedruckt wurden. Das ist ein nettes Detail, was Leser, welche Zoella nicht verfolgen vermutlich nicht wissen. Das englische Cover finde ich persönlich mit dem Blauton sehr schön.

Ghostwriter:
Der Skandal um das Buch ging größtenteils um die "Ghostwriter Geschichte". Da es ihr Debüt als Schriftstellerin war, hat Zoe Sugg sich Hilfe bei einer erfahrenen Schriftstellerin geholt, was in meinen Augen absolut legitim ist. Trotzdem war es komisch, dass auf dem Buch nur der Name Zoe Sugg draufsteht. Ich gehe davon aus, dass es jetzt geändert wurde und ich bin gespannt, ob sich der Schreibstil im zweiten und dritten Buch ändert.

Schreibstil:
Da das Buch von sogesehen zwei Autoren geschrieben wurde, weiß man nicht, welche Szenen inwiefern von wem beeinflusst wurden. Trotzdem hat mir der Gesamtton des Buches gefallen. Die Sprache war nicht zu anspruchsvoll, aber zu dem Buch passend.

Meine Meinung:
Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen. Ehrlich gesagt, habe ich nicht wirklich mit einer so guten Gesamtmeinung gerechnet. Ich konnte mich sehr gut mit Penny identifizieren. Sie war sehr liebnswürdig, obwohl ich manchmal ihre Handlungen nicht nachvollziehen konnte. Penny ist sogesehen eine typische Teenagerin und sie hat Probleme, wie sie viele haben die in dem Zeitalter des Internets aufwachsen. Es ist interessant zu sehen, wie sich ein neues Leben bei ihr anschleicht und sie lernt mit allem umzugehen. Jedoch konnte man gut erahnen, was Noahs Geheimnis ist. Leider sogar schon ab der Mitte des Buches. Witzig fand ich, dass ich gehofft habe, dass die Puppe den Namen bekommt, den sie im Endeffekt auch bekommen hat. Natürlich kann ich noch weiter ausholen, aber im Allgemeinen fand ich das Buch empfehlenswert und das Ende sehr emotional und echt süß.

Eure Bücherdiebe

Bewertung: ****,5/*****
Seiten: 448
Alter: ab 12 Jahren
Verlag: cbj
ISBN: 978-3-570-40332
Preis: 9,99€ (Taschenbuch)
Link: zum Verlag, Amazon

Samstag, 10. Juni 2017

Freestyler ~ Katja Brandis



Hallo ihr Lieben,
heute stellen wir euch den Roman " Freestyler" von Katja Brandis vor. 


Inhalt: München, 2030. Das große Ziel der jungen Sprinterin Jola ist die Olympiade 2032 in Argentinien. Doch sie steht unter Druck: sie ist eine der wenigen Leistungssportler, die nicht modifiziert ist. Sie zählt nicht zu den sogenannten "Freestylern", die sich legal mit Implantaten oder High-Tech-Prothesen optimieren lassen. Das will sie auch eigentlich nicht... Oder doch, denn so hätte sie vielleicht noch eine Chance ganz oben mit zu sprinten?! Auch Ryan, der beinamputierte Sprinter, in den sich Jola verliebt, tritt in der Kategorie "Freestyler" an. Doch diese neuen Möglichkeiten bergen auch neue Gefahren... Gefahren, die die Sportler weder kontrollieren noch rückgängig machen können... Und so merken auch die Sportler bald, dass es nicht mehr nur um eine Medaille, sondern um Leben oder Tod geht ...

Meine Meinung:
Ich hatte bisher ein Buch von Katja Brandis gelesen ("Ruf der Tiefe") und durfte sie auch schon mal mit einem anderen Werk ("Schatten des Dschungels") bei einer Lesung erleben gemeinsam mit Hans-Peter Ziemek. Wie auch diese beiden spielt "Freestyler" in der Zukunft und setzt sich mit dieser kritisch auseinander. Der Leser und auch die Protagonisten fragen sich, ob es wirklich ein "echter" Sieg ist, wenn man sich optimieren lässt oder ob dann nicht die Firma mit der besten Technik gewonnen hat. Wie weit geht der Mensch, um die bestmöglichste Leistung aus sich herauszuholen? Macht er sich dadurch nicht eher kaputt? Spannende Fragen, die die Autorin mit ihrem Werk bestmöglich zu beantworten versucht. Hierbei verarbeitet Katja Brandis ihre eigenen Zukunftsvorstellungen im Leistungssport mit gar nicht so weit hergeholten Ideen aus unserer heutigen Zeit. Ich persönlich kann mir zwar nicht vorstellen, dass es im Jahr 2030 schon soweit ist, vor allem auch in Sachen Digitalisierung, die im Buch angesprochen wird. Jedoch glaube ich, dass es einige Jahre später im Leistungssport wirklich so aussehen könnte.
Die beiden Hauptcharaktere sind sehr sympathisch, beide auf ihre eigene Art und Weise. Unter den anderen Charakteren, von denen manche auch eine große Rolle spielen, gibt es auch einen Gegenspieler, über den man sich zwar den ganzen Roman über ärgert, jedoch wird durch ihn auch mehr Spannung in den Roman gebracht. Dieser Roman regt wirklich zum Nachdenken an und beinhaltet Einiges an Diskussionsstoff. Also wieder mal ein gut gelungener Zukunftsroman von Katja Brandis, dem eine Spur Romantik nicht fehlt.


Eckdaten:
Seiten: 438
Alter: ab 14/15
ISBN: 978-3-407-82101-0
Preis: 16,95€
Verlag: Beltz & Gelberg
Sterne:****von*****


Eure Bücherdiebe

Der Club der toten Dichter ~ N.H. Kleinbaum

Der Club der toten Dichter ist ein etwas älterer Roman, mit einer unglaublichen Verfilmung.

Inhalt:
Ein neues Schuljahr beginnt an der Welton Akademie und zum Beginn des Schuljahres kommt der neue Schüler Todd Anderson, sowie der neue Lehrer Mr. John Keating an die Privatschule für Jungs. Todd findet in die Freundesgruppe der guten Schüler durch seinen Zimmergenossen Neil Perry. Nach etwas Recherche über ihren neuen Englischlehrer finden die Jungs heraus, dass Mr. Keating dem Club der toten Dichter angehört hat. So beschließen die Jungs den Club wieder aufleben zu lassen. Nach dem Motto "carpe diem" übersetzt pflücke den Tag beziehungsweise nutze den Tag fangen ein paar Jungs an ihr Leben drastisch zu ändern, während alle zusammen nachts Gedichte in einer Höhle rezitieren.

Meine Meinung: 
Allgemein:
Ich fand das Buch Buch wirklich gut und sehr ansprechend. Leider habe ich den Film vorher schon gekannt, also hatte ich kaum Fantasie betreffend der Darstellung der Szenen. Gut war aber, dass ich vor allem die Handlung am Ende des Films vergessen hatte und mich dieses somit wirklich gut packen konnte. Trotzdem konnte das Buch nicht an den Film reichen. Aber es ist ja immer schwer großartige Werke zu überbieten und schlecht war der Roman allemal nicht. Das wunderbare am Roman und auch am Film war der Inhalt und der Film war auch sehr romangetreu gehalten. Die Idee hinter dem ganzen ist nichts besonderes. Ein paar Jungs an einer Elite Schule, die von dem für sie vorgeschriebenen Weg abkommen. Das besondere waren die kleinen Details und das Ende. 
Das Ende und der Schreibstil
Das Ende war sehr emotional. Obwohl das Buch nur relativ kurz ist, fand man sich so stark in das Buch rein gezogen. Man hat mit den Charakteren alles erlebt. N. H. Kleinbaum hat gezeigt, wie man ein wunderbares Ende schaffen kann, ohne das klassische Happy End zu gebrauchen. Der Schreibstil ist meist sehr persönlich und daher ist es Geschmackssache, ob er gefällt oder nicht. Der Roman war alles in allem einfach eine runde Sache.
Poesie:
Der Club der toten Dichter trägt nicht umsonst diesen Namen. Wie schon in der Inhaltszusammenfassung erwähnt, lesen die Jungs und auch Mr. Keating Gedichte vor. Diese Gedichte und Details, wie Mr. Keatings Weise zu unterrichten machen das Buch zu etwas besonderen und geben der Geschichte einen ganz besonderen Charakter. Interessant war auch die Wahl des Motives Carpe diem, welches auch in abgewandelter Form im Roman gestreut zu finden war.

Insgesamt kann ich das Buch nur wärmstens empfehlen. Es ist nicht allzu lang und lässt sich gut lesen. Eine weitere Motivation ist der tolle Film mit Robin Williams als John Keating, den ihr ja möglicherweise nach dem Buch gucken könntet.

Eure Bücherdiebe

Preis: 6,99€
Seiten: 158 
Sterne: ****,5/*****
ISBN: 978-3-404-11566-2

Donnerstag, 8. Juni 2017

Die Vermessung der Welt ~ Daniel Kehlmann

Heute kommt eine Rezension zu einem sehr bekannten Roman der Postmoderne. Die Vermessung der Welt beschäftigt sich mit zwei bekannten Wissenschaftlern und wie diese die Wissenschaft und das Leben sehen.

Inhalt:
Alexander von Humboldt ist der praktische Wissenschaftler, welcher reist und sich dadurch die Welt erschließt. Obwohl Carl Friedrich Gauß ebenso Wissenschaftler ist, könnten die beiden sich nicht unähnlicher sein. Gauß erforscht die Welt, indem er am Schreibtisch mathematische Formeln aufstellt, oder die Sterne betrachtet. Somit  zieht er aus einem Phänomen Rückschlüsse auf die gesagte Welt.
Der Roman beschäftigt sich mit dem gesagten Leben der beiden und ihren prägenden Momenten. Zum Schluss wird noch ein Treffen der Beiden, welches im ersten Kapitel erwähnt wird weiter ausgeführt.
Man sieht Gauß und Humboldt altern und merkt, welche Veränderungen die beiden im Laufe des Lebens durchlaufen und auch die Wahrnehmung der Wissenschaft so beeinflusst.

Bewertung:
Vor allem vom Schreibstil fand ich es ein sehr gelungenes Buch. Daniel Kehlmann hat einen ansprechenden Schreibstil. Vor allem die Wortwahl war interessant, wie auch die potentiellen Gedanken der Wissenschaftler. Jedoch haben mich die Hauptcharaktere ziemlich gestört. Obwohl ich Humboldt noch erträglich vom Charakter fand, war mir Gauß sehr unsympathisch. Humboldts Kapitel haben sich größtenteils so stark gezogen, weil die Berichte über seine Expeditionen sehr lang und auch langatmig waren.
Die Handlung an sich war ganz interessant, die allgemeine Umsetzung aber nicht nach meinem Geschmack. Das heißt nicht, dass es allen so ergehen muss, wie mir. Trotz allem denke ich, dass Die Vermessung der Welt ein gut erdachter Roman mit wahrer Basis ist. Selbst, wenn das Buch im Endeffekt nicht gefällt, zieht man einige Informationen zu den Amerika Expeditionen Humboldts und die Leben der beiden Wissenschaftler heraus. Spannender als eine Biographie der Beiden ist es allemal.

Eure Bücherdiebe

Das Buch ist sowohl als Taschenbuch, als auch als Hardcover erhältlich. Um die Geldbörse zumindest ein wenig zu schonen gebe ich die Taschenbuchausgabe als Richtwert an.
Link: zum Verlag, zu Amazon (beide Taschenbuch)
Sterne: ***(,5)/*****
ISBN:978-3499241000
Seiten: 304
Preis: 9,99€


Samstag, 27. Mai 2017

Sommerhaus später ~ Judith Hermann

Passend zum guten Wetter jetzt eine Rezension zu Sommerhaus später, einer leichten Lektüre für Warmwetterabende, mit neun Erzählungen.

Zum Inhalt: Da das Buch aus mehreren kurzen Erzählungen besteht, kann ich kaum etwas zu den Geschichten selbst erzählen. Trotzdem kann ich erstens etwas zum Aufbau sagen. Jede Erzählung unterscheidet sich von der anderen anhand besonderer Details. Alle Erzählungen fangen direkt im Geschehen an (in medias res) und lassen meist auch offene Enden und Fragen. Die Erzählungen haben aber nicht die Absicht die Geschichte, welche sie behandeln vollständig zu erzählen. Der Hauptaspekt sind die Beziehungen der verschiedenen Charaktere, dabei ist die Hintergrundgeschichte nur nebensächlich.

Zum Schreibstil:
Der andere Punkt, der hier neben dem Aufbau beleuchtet werden kann, ist der Schreibstil. Man findet innerhalb einer Erzählung mehrere wiederholte Elemente wieder. Diese sind jedoch nicht übergreifend durch das ganze Buch fortgeführt worden. Jede Erzählung steht für sich und so variiert auch der Schreibstil der Erzählungen teilweise. In einigen wird die Sprache benutzt, um Beziehungen, oder Charakterzüge besser darzustellen. So schafft Judith Hermann in jeder Geschichte ein neues Gefühl.

Meine Meinung:
Ich kann nicht sagen, dass mir das Buch missfallen hat, aber da  Erzählungen nicht so mein Milieu sind, war es auch nicht unbedingt das beste Buch, was ich bis jetzt gelesen habe. Trotzdem denke ich, dass es qualitativ sehr hochwertig war und für jemanden mit Vorliebe zu Erzählungen und Kurzgeschichten sehr ansprechend sein kann. Der Schreibstil hat mir sehr gefallen, aber der Inhalt zu dem ja leider nicht so viel sagen kann, ohne schon alles zu verraten, war für meinen Geschmack etwas zu skurril. Auch wenn diese ungewöhnliche Umgebung den Beziehungen noch einmal etwas mehr Charme verliehen hat, fand ich mich in einer sehr merkwürdigen Weltanschauung wieder. Nicht immer verstand man das Handeln der Menschen, was sehr ungewöhnlich und sehr lebensnah war, aber im Gegensatz zum echten Leben, waren die betroffenen komplett gleichgültig oder manchmal sogar trotz allem zufrieden.
Alles in allem war das Buch sehr verwirrend, aber trotzdem qualitativ geschrieben.

Meine Wertung: ***,5/*****
ISBN: 978-3-596-14770-0
Link: Fischer, Amazon
Preis: Taschenbuch 9,99
Seiten: 188